

Maculelê ist Tanz und Kampf vereint, Angriff und Verteidigung gemischt im Klang des Rhythmus. Maculelê entstand in der Zeit der Sklaverei und kam von der Küste Afrikas nach Brasilien. Zu jener Zeit sind viele Sklaven nach Santo Amaro gebracht worden, um in den Canaviais zu arbeiten.
Mestre Popo (der einzige wirkliche Maculelê Mestre), lernte diese Kunst von Afrikanern, die zu damaliger Zeit in der Sklaverei lebten und hinterliess die Tradition in den Straßen der Provinzstadt Santo Amaro da Purificacao. So schaffte es Mestre Popo diese Kunst zu erhalten und veranstaltete ab dem 02.02.1946 jedes Jahr einen Straßenmarsch mit Maculêlê vor der berühmten Kirche des Städtchens.
Maculelê ist, wie auch Capoeira, in der Sklavebzeit als Tanz getarnt worden, damit die Wächter keinen Verdacht schöpfen, daß ein Kampf trainiert wurde, um die Verteidigung und den Angriff zu üben. Man tanzt und kämpft mit viel Schwung in der Hüfte, wobei man die Füße ganz nah bei einander bewegt, ohne den gegebenen Rhythmus mit den Stöcken zu verlassen. Die Stöcke, Esgrimas sollten für Maculêlê 50 bis 60 cm lang sein. Das beste Material ist Biriba, Canzi oder Pitia Holz.
Die Musik und der Gesang, die von Kraft, Widerstand und der Befreiung handeln, afrikanischen Wurzeln haben, stammen aus der Sklavenzeit Brasiliens. Einige Lieder handeln von Cambomble do Cabloco. Manche wurden von Vava, Sohn von Mestre Popo geschrieben.
Der Rhythmus zum Maculêlê, wird mit zwei oder besser mit drei Atabaques gespielt., der Agogo, der Ganza und der Atabaque. Nur wer das Instrument wirklich beherrscht sollte es spielen.
Maculêlê mit Facão (Schwertern) gehört nicht zur Tradition, es wurde aus der Bahia Region kreiert um den Touristen etwas als Highlight zu bieten.
Mestre Popo pflegte die Maculêlê Tradition der afrikanischen Kultur und hinterliess sein Wissen und Erbe seiner Familie und seinem Sohn Vava. Mestre Popo starb am 16.09.1969. |